Von Karla Quintanilla- Social Media & Content Manager bei StartMail

Soziale Medien veränderten das Paradigma und die Verfügbarkeit von persönlichen Daten im Internet. In den frühen 2000er Jahren, als die größten Social-Media-Plattformen eingeführt wurden, versorgten die User diese Seiten mit riesigen Mengen an persönlichen Daten. Mit dem Wunsch, mit Freunden, Familie und Unternehmen in Kontakt zu treten, Interessen und Ideen auszutauschen, strömten Millionen von Usern auf diese Plattformen. Viele dieser Daten wurden schnell öffentlich zugänglich und wurden stark ausgenutzt.

Richtig eingesetzt, können soziale Medien zum Guten genutzt werden; sie können dabei helfen, Geschäfte zu fördern, Verbindungen zu Familie, Freunden, Kollegen und potenziellen Geschäftspartnern aufzubauen und zu pflegen und endlose Stunden Unterhaltung bieten. Es liegt in der Natur der Sache, dass Social-Media-Websites dazu dienen, von Usern erstellte Inhalte zu teilen; dies ist ein zentraler Bestandteil der Funktion dieser Websites. Obwohl dieses Teilen nicht unbedingt etwas Schlechtes ist, ist es wichtig, sich über die Datenschutz-Risiken klar zu sein.

Mehr Privatsphäre in sozialen Medien

Jede Plattform hat ihre eigenen Privatsphäre-Einstellungen, die angepasst werden können, um ein höheres Maß an Privatsphäre zu gewährleisten.

Facebook: Es ist ein bisschen versteckt, aber trotzdem machbar. Sie finden die entsprechenden Einstellungen, wenn Sie auf auf den Pfeil in der oberen rechten Ecke klicken und dann auf Einstellungen und Privatsphäre klicken. Unter Einstellungen finden Sie den Abschnitt Privatsphäre; dort können Sie konfigurieren, welche Informationen sichtbar sein dürfen, wer Sie kontaktieren darf und sogar wer auf Ihrem Profil posten darf.

Twitter: Wenn Sie diese Plattform nur nutzen, um auf dem Laufenden zu bleiben, können Sie Ihr Profil einfach privat machen; wenn Sie aber auch interagieren möchten, können Sie immer noch Anpassungen vornehmen. Sie finden die Privatsphäre-Einstellungen im linken Menü Ihres Profils unter Einstellungen und Privatsphäre. Dort können Sie die Informationen verwalten, die andere sehen können, festlegen, wer Sie finden oder Ihnen folgen kann und sogar angeben, welche Daten mit Geschäftspartnern geteilt werden können.

Instagram: Wenn Sie Ihr Konto komplett privat halten wollen, wählen Sie einfach “Privates Konto”. Sie finden die Privatsphäre-Optionen oben links in Ihrem Profil unter Einstellungen/Datenschutz. Sie können wählen, wer Sie kommentieren, taggen oder erwähnen darf und wer Ihre Aktivitäten und Stories sehen kann.

LinkedIn: Die Option Einstellungen & Datenschutz ist verfügbar, wenn Sie auf Ihr Profil (Ich) klicken. Von dort aus können Sie ändern, wie andere Sie sehen, einschließlich Ihres Namens, Ihrer Erfahrung und sogar Ihres Bildes. Sie können entscheiden, was Sie teilen möchten, insbesondere wenn Sie auf der Suche nach einem Job sind. Sie können steuern, wer Sie finden kann und was er sehen kann.

Drittanbieter

Die meisten Plattformen erlauben es Ihnen, sich mit Ihren sozialen Profilen zu verlinken oder anzumelden. Das ist einfach und praktisch, aber auch gefährlich. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie so etwas früher einmal gemacht haben, finden Sie diese Einstellungen unter Apps-verknüpfte Konten oder Partner und Drittanbieter.

Kennen Sie die Grenzen der Datenschutzeinstellungen für soziale Medien

Auch wenn Sie versuchen, Ihre Konten in den sozialen Medien so privat wie möglich zu gestalten, sollten Sie wissen, dass sie immer noch ein Risiko sind. Schließlich liegt es in der Natur der Sache, Informationen zu teilen und öffentlich zu sein. Wir empfehlen, besonders vorsichtig mit den Dingen zu sein, die Sie teilen. Stellen Sie sicher, dass Sie keine Bilder von Ihrer Familie oder Ihrem Aufenthaltsort veröffentlichen. Andere könnten auf diese Informationen zugreifen und sie nutzen, um Ihnen zu schaden.

Sicherheitsmaßnahmen

Stellen Sie sicher, dass alle Ihre Konten sichere Passwörter haben und richten Sie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ein, um sicherzustellen, dass nur Sie Zugriff auf Ihr Konto haben.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, können Sie Ihre Social-Media-Tools etwas unbeschwerter verwenden, denn es ist weniger wahrscheinlich, dass Ihre Informationen in die falschen Hände geraten.