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Es gibt immer mehr Jobs im Bereich Cybersicherheit

Es scheint, als ob jede Woche neue Cyberangriffe gemeldet werden. Seit Beginn der Pandemie haben viele Unternehmen auf die Arbeit aus dem Homeoffice umgestellt und dementsprechend ist Netzwerksicherheit ein zentrales Thema vieler Unternehmen und Regierungen. Daraus erfolgt, dass die Nachfrage nach Fachleuten für Cybersicherheit global gestiegen ist und immer weiter steigt.

Warum gibt es mehr Jobs im Bereich Cybersicherheit?

Bereits lange vor der Pandemie und dem allgegenwärtigen Homeoffice waren Experten auf dem Gebiet der Cybersicherheit sehr gefragt. Seit Anfang der 2000er Jahre haben die Fälle von Datendiebstahl und damit verbundene Imageschäden und finanzielle Verluste stark zugenommen. Als Reaktion auf diese wachsende Bedrohung richtete die US-Regierung 2003 die National Cyber Security Division ein. Darüber hinaus schreibt die europäische Datenschutz-Grundverordnung vor, dass Unternehmen ab einer bestimmten Größe einen Datenschutzbeauftragten (DSB) ernennen müssen, der direkt der obersten Führungsebene unterstellt ist. Damit haben Regierungen die entscheidende Rolle von Cybersicherheit erkannt und erste Maßnahmen ergriffen.

Da moderne Technologien immer mehr in unseren Alltag integriert werden, ist es nicht verwunderlich, dass Datendiebstahl erhebliche Folgen für Unternehmen und Regierungsorganisationen haben kann. Eine sichere Netzwerkinfrastruktur ist heute so wichtig wie nie zuvor. Im Jahr 2021 waren die USA aufgrund von Berichten über massenhafte Cyberangriffe in Alarmbereitschaft. Betroffen waren zum Beispiel JBS, der weltweit größte Fleischproduzent, Kaseya, ein globales IT-Unternehmen, und Poly Network, eine große Kryptowährungsplattform. Auch staatliche Einrichtungen sind nicht sicher vor solchen Angriffen. So wurde beispielsweise das irische Gesundheitssystem im Mai 2021 Opfer eines schwerwiegenden Cyberangriffs und hat bis heute mit den Folgen zu kämpfen. Dieser Vorfall ist umso besorgniserregender, da das Gesundheitswesen während der Pandemie ohnehin überlastet war und ist.

Die Flut von Angriffen scheint weder jetzt noch in naher Zukunft nachzulassen. Das U.S. Bureau of Labor Statistics prognostiziert einen 33-prozentigen Anstieg der Arbeitsplätze im Bereich der Cybersicherheit bis 2030. Das ist deutlich mehr als die durchschnittlichen 8 Prozent in anderen Berufen. Und (ISC)2, die weltweit größte IT-Sicherheitsorganisation, schätzt, dass weltweit ein Mangel von mehr als 2,9 Millionen Cybersecurity-Experten herrscht.

Eines der zentralen Probleme dabei ist, dass Jobs im Bereich Cybersicherheit zwar gut bezahlt werden und es viele offene Stellen gibt, aber nur wenige Menschen über die Qualifikationen und das Fachwissen verfügen, die für diese Positionen erforderlich sind. In vielen Fällen ist eine formale Ausbildung erforderlich, die mindestens einen Bachelor-Abschluss in Computer Science, Informatik oder einem verwandten Bereich umfasst. Viele Arbeitgeber – fast 60 Prozent – verlangen zusätzliche Qualifikationen wie einen Master of Business Administration oder Wirtschaftsinformatik, die Zertifizierung zum Certified Ethical Hacker, den Certified Information Systems Security Professional (eine internationale Zertifizierung) und mehr. Die Anzahl der Anforderungen macht es schwierig, geeignete Spezialisten zu finden und ist ein klares Zeichen für den Mangel an vorhandenen Cybersicherheitskompetenzen in den USA und weltweit.

Soft Skills sind für einen Cybersicherheitsexperten nicht weniger wichtig. Dazu gehören analytisches und detailorientiertes Denken, das dabei hilft, Cyber-Bedrohungen zu erkennen, zu verhindern und zu entschärfen. Fähigkeiten in Problemlösung und Kreativität und nicht zuletzt Integrität sowie Glaubwürdigkeit sind wichtige Eigenschaften, die Arbeitgeber in Cyber-Sicherheitsexperten suchen, damit Sie ihnen vertrauen können und sicherstellen, dass sensible Daten geschützt werden.

Jooble, eine der weltweit größten Jobsuchmaschinen, berichtet über den Trend, dass eine Reihe von Jobs im Bereich der Cybersicherheit, wie Cyber Threat Hunters, Digital Forensics Analysts, Malware Analysts, Cybersicherheits-Architekten und Sicherheitsanalysten als die bestbezahlten in der IT-Branche gelten. Trotz der hohen Vergütung können die Unternehmen laut Branchenexperten offene Stellen nicht besetzen, da es nicht genügend qualifizierte Bewerber gibt und diejenigen, die über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen, sich häufig nicht für eine Karriere im Bereich der Cybersicherheit entscheiden.

Die Situation spiegelt die lang anhaltende Krise in der Branche wider. Offene Stellen werden nur schleppend besetzt und gleichzeitig wachsen die Anforderungen an geeignete Kandidaten immer weiter.

Was machen Experten für Cybersicherheit?

Kurz gesagt geht es bei den Aufgaben in diesem Bereich um den Schutz einer Netzwerkinfrastruktur vor externen und internen böswilligen Einflüssen. In der Praxis umfasst dies eine Vielzahl von Aktivitäten, die sich grob in drei Kategorien unterteilen lassen: Planung, Überwachung und Prävention.

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Organisationen einen Notfallplan für den Fall eines Cybervorfalls bereit halten. Die Ausarbeitung und Aktualisierung eines solchen Plans ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit eines Cybersicherheitsexperten. In der Regel sieht ein solcher Plan vor, Unternehmensnetzwerke abzuschalten und wichtige Daten an einem sicheren Ort zu speichern, damit Hacker keinen Zugriff darauf erhalten können. Da sich Cyberbedrohungen wie Viren und bösartige Software ständig weiterentwickeln und menschliches Versagen ein ständiger Risikofaktor ist, müssen Cybersicherheitspläne ständig getestet und verbessert werden.

Hier kommt das Thema Überwachung ins Spiel. Von einem Cybersicherheitsexperten wird erwartet, dass er weiß, welche potenziellen Risiken die Integrität eines Unternehmensnetzwerks gefährden können und auf welche Signale zu achten ist, wenn eine Sicherheitsverletzung auftritt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist es, die Mitarbeiter in den geltenen Cybersicherheitsrichtlinien zu schulen und eine Unternehmenskultur zu entwickeln, in der verdächtige Netzwerkaktivitäten sofort gemeldet werden. Dazu gehören Bedrohungen wie Phishing, Identitätsdiebstahl, unerlaubter Zugriff auf interne Daten usw. Ein Mitarbeiter, der nicht entsprechend geschult wurde, könnte das gesamte Unternehmen gefährden, indem er einen Anhang einer scheinbar harmlosen E-Mail öffnet!

Cybersicherheit ist unbestritten ein Bereich, der sich ständig entwickelt und neue Strategien verlangt. Es gibt nicht nur ständig neue Cyber-Bedrohungen – auch Cyber-Sicherheits-Tools müssen regelmäßig überholt und aktualisiert werden. Bei so vielen potentiellen Angriffsflächen, die es zu überwachen gilt, muss ein professioneller Cybersicherheitsanalytiker stets über aktuelle Sicherheitslücken informiert sein und vorausschauend planen, um Angriffe zu vereiteln, bevor sie Schaden anrichten können. Vorbeugung ist daher ein wichtiger Teil der Arbeit von Cybersicherheitsexperten.

Welche Chancen haben Cybersicherheits-Experten auf dem Arbeitsmarkt?

Die Nachfrage auf dem Stellenmarkt nach Cybersicherheits-Experten ist kaum zu sättigen. Arbeitssuchende erwartet eine breite Palette von Stellenangeboten – vom Sicherheitsanalysten über Entwickler von Sicherheitssoftware bis hin zu Informationssicherheitsbeauftragten. Jobbezeichnungen in diesem Bereich beinhalten in der Regel nicht das Wort „Cybersicherheit“. Positionen wie Systemadministrator, Netzwerkarchitekt oder Datenschutzbeauftragter sind nur einige Beispiele. Laut dem oben erwähnten (ISC)2-Bericht sind die gefragtesten Fachgebiete im Bereich Cybersicherheit Risikobewertung, Sicherheit von Cloud Computing, Sicherheitsüberwachung sowie die Untersuchung von und Reaktion auf Vorfälle.

Die Arbeit als Cybersicherheitsexperte ist vielfältig und abwechslungsreich und eines ist sicher: Der Bereich wird auch in Zukunft ein starkes Wachstum verzeichnen. Viele freie Stellen in Verbindung mit dem Mangel an qualifizierten Experten führen dazu, dass Cybersicherheits-Positionen bei Unternehmen und Regierungen auf der ganzen Welt weiterhin sehr gefragt sein werden!

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