Online-Sicherheit für Ihre Privatsphäre

Wie viel haben Sie heute schon von sich im Internet preisgegeben? Selbst, wenn Sie nicht auf Phishing-Mails reinfallen und auch keine Schadsoftware auf Ihrem Computer haben, teilen Sie mehr mit der Welt, als Sie sich vorstellen können. Wir haben hier einige Tipps für mehr Online-Sicherheit für Sie zusammengestellt.

So surfen Sie sicher

1. Ihr Browser

Er übermittelt zahlreiche Daten an jede besuchte Webseite. Der Seitenbetreiber weiß, welche IP-Adresse Ihnen zugewiesen ist und wo Sie ungefähr wohnen. Dazu, welches Betriebssystem und welchen Browser Sie verwenden und noch vieles mehr. Und wenn die Webseite Google Analytics und/oder Social Media Widgets eingebunden hat, wissen auch gleich die großen US-Internetkonzerne Bescheid.
Abhilfe: Nutzen Sie VPN. Ein sogenanntes „Virtual Private Network“ verschleiert Ihre IP-Adresse. Besuchte Websites denken, dass Sie sich an einem völlig anderen Standort befinden. Zusätzlich werden für jeden Browser zahlreiche Add-Ons angeboten, die für mehr Privatsphäre sorgen.


2. Tracking-Cookies

Sie landen unbemerkt in Ihrem Browser, können Ihren Verlauf übermitteln und Sie über unzählige Seiten hinweg verfolgen. Super für Werbefirmen, schlecht für Sie. Denn Hand aufs Herz: Es geht niemanden etwas an, welche Webseite Sie wie oft und wann besuchen und was Sie dort ansehen.
Abhilfe: Stellen Sie Ihren Browser so ein, dass Cookies automatisch am Ende jeder Sitzung gelöscht werden. Das reduziert die übertragenen Informationen deutlich.


3. Soziale Netzwerke

Sie zählen zu den schlimmsten Datenkraken, doch kaum jemand kommt ohne Facebook, Instagram, Twitter und Co aus. Hier hilft leider auch kein VPN, da Sie sich natürlich mit Ihren Zugangsdaten anmelden müssen und anhand Ihrer User-ID eindeutig identifiziert werden.
Abhilfe: Bis auf die völlige Social Media Abstinenz gibt es leider keine Möglichkeit, hier Abhilfe zu schaffen. Aber Sie können zumindest auf die entsprechenden Apps verzichten. Loggen Sie sich auch auf Ihrem Mobilgerät lieber über einen Browser in Ihren Account ein – die Apps saugen nämlich noch viel mehr Daten ab.


4. Messenger

WhatsApp und einige andere Messenger werben zwar mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, zählen aber nichts desto trotz zu den schlimmsten Datenkraken. Denn nicht nur die Chat-Inhalte sind sensibel, auch die restlichen übermittelten Informationen. Wussten Sie zum Beispiel, dass die meisten Messenger Zugriff auf Ihre vollständigen Kontaktlisten haben?
Abhilfe: Auch, wenn es schwerfällt – kehren Sie den herkömmlichen Messengern den Rücken und überreden Sie lieber Ihre Mitmenschen, zu einem sichereren Anbieter zu wechseln. Vor allem Ihren beruflichen Kontakten könnte es missfallen, wenn Sie die gesammelten Telefonnummern weitergeben.


5. Virenschutz

Ein gutes Virenschutzprogramm ist Pflicht für Ihre Online-Sicherheit. Schließlich können Trojaner, Spyware und andere Schadprogramme Online-Aktivitäten ausspähen, manipulieren oder sogar selbst ausführen.
Tipp: Manche Virenschutzprogramme schützen sogar vor dem Staatstrojaner!


6. Ihr Betriebssystem

Nicht jeder kann von heute auf morgen Windows den Rücken kehren und beispielsweise zu Linux wechseln. Doch Betriebssysteme übermitteln auch unzählige Informationen an den Hersteller. Sogar Screenshots, Tastaturanschläge, Aufnahmen Ihres Mikrofons usw.
Abhilfe: Gegen die Schnüffelei von Microsoft ist leider noch kein Kraut gewachsen. Damit Sie nicht auch noch vielen anderen Ihre Aktivitäten verraten, halten Sie Ihr Betriebssystem immer auf dem neuesten Stand. So stellen Sie sicher, dass Sicherheitslücken so schnell wie möglich geschlossen werden.


7. Clouds

Wenn Sie eine Cloud verwenden, geben Sie all Ihre hochgeladenen Dokumente in fremde Hände. Doch wie verlässlich ist Ihr Anbieter? Wenn er seinen Firmensitz in den USA hat, haben Sie ein Problem. Denn der Patriot Act verlangt, dass alle Daten an US-Behörden ausgehändigt werden muss.
Abhilfe: Laden Sie Ihre Inhalte immer verschlüsselt in die Cloud hoch. So haben Sie wenigstens die Garantie, dass außer Ihnen niemand etwas damit anfangen kann.


8. Web-Suche

Herkömmliche Suchmaschinen machen all Ihre Suchanfragen zu Geld. Das Ergebnis sind unter anderem „maßgeschneiderte“ Werbeanzeigen, Cookies, die Sie auf Schritt und Tritt verfolgen und Datenbanken, die voll mit Ihren persönlichsten Informationen sind. Und nicht zuletzt die Filterblase, die Ihnen nur noch die Ergebnisse präsentiert, die zu Ihrem bisherigen Online-Verhalten passt.
Abhilfe: Verwenden Sie datenschutzfreundliche Suchmaschinen, die Ihre Privatsphäre schützen und respektieren. StartPage.com liefert Ihnen zum Beispiel Google-Ergebnisse, ohne dass Google etwas von Ihnen erfahren kann. Und mit dem hauseigenen Proxy-Service können Sie sogar Websites anonym besuchen.


9. E-Mails

„Kostenlose“ E-Mails gibt es nicht. Entweder Sie bezahlen mit Geld oder mit Ihren Daten. Und obwohl Ihre Daten im Internet für Sie praktisch unsichtbar sind, gibt es sie. Wenn Sie also aufhören wollen, die riesigen Datenbanken der Konzerne weiter zu füttern, sollten Sie sich eine Alternative suchen. E-Mails sind schließlich ebenso persönlich wie Briefe. Also verdienen sie auch denselben Schutz wie die Post.
Abhilfe: Verzichten Sie auf Accounts bei E-Mail-Anbietern, die Ihnen weismachen, dass E-Mails gratis sind. Das sind sie nämlich nicht. Bezahlen Sie lieber einen fairen Betrag und setzen Sie auf einen Anbieter, dem Ihre Privatsphäre genauso wichtig ist wie Ihnen – oder sogar noch wichtiger.

Mehr Online-Sicherheit ist möglich

100 % Privatsphäre wird im Internet kaum zu erreichen sein. Aber mit unseren Tipps können Sie es Datenkraken deutlich schwerer machen. Und den Datenstrom, den Sie sonst an diverse Verwerter übermitteln, stark eindämmen.
Und wenn Sie denken, Sie hätten nichts zu verbergen, vergessen Sie nicht: Alles, was über Sie gespeichert ist, bleibt für immer. Das Internet vergisst nichts. Irgendwo in irgendwelchen Datenbanken warten Ihre Persönlichkeitsprofile darauf, gewinnbringend ausgewertet zu werden. Ob das jetzt oder irgendwann zu Ihrem Nachteil geschieht, darauf haben Sie keinen Einfluss.

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