Gratis E-Mail – warum gratis nicht gratis ist

Was bedeutet Ihnen Ihre Privatsphäre? Im realen Leben wahrscheinlich viel. Ihre Brieftasche, Ihr Bankkonto, Ihr Badezimmer, Ihr Schlafzimmer – lauter Bereiche Ihres Lebens, die Sie eher nicht öffentlich zur Schau stellen. Wenn Sie trotzdem auf Gratis E-Mail Anbieter setzen, lesen Sie weiter.

Wovon leben E-Mail-Anbieter?

Wenn Sie ein Geschäft haben, können Sie Ihre Waren einfach verschenken? Oder würden Sie innerhalb kürzester Zeit arm werden? Bei E-Mail-Anbietern ist es ähnlich. Um einen funktionierenden Dienst anbieten zu können, muss viel Geld investiert werden. Sowohl in die Technik als auch in Angestellte. Und der Energiebedarf einer Serverfarm ist auch gewaltig. Wie also soll Ihnen ein globales Unternehmen seine Dienste gratis zur Verfügung stellen können?

Um Gratis E-Mail anzubieten, müssen die Provider das Geld von irgendwo anders herbekommen. Derzeit gibt es zwei Modelle: Entweder es gibt ein kostenloses Basis-Paket und Sie müssen für zusätzliche Leistungen bezahlen oder aber Sie erhalten den vollen Service kostenlos. Und zahlen dafür mit Ihren Daten.

Leistung gegen persönliche Daten

In den meisten Fällen haben diese E-Mail-Anbieter lukrative Verträge mit Werbefirmen abgeschlossen. Sie sehen also viele Werbeeinschaltungen auf der E-Mail-Plattform (und womöglich sogar in Ihrem Posteingang). Doch das ist noch nicht alles. Damit die Werbung tatsächlich Geld bringt, müssen die Angebote natürlich zu Ihnen passen. Und damit das möglich ist, sammeln die Werbefirmen natürlich möglichst viele Informationen über Sie.

Tatsächlich hinterlassen wir mit jedem Mausklick Spuren. Und mit E-Mails noch viel mehr. Die meisten Anbieter scannen all Ihre E-Mails auf Keywords, aus denen sie möglichst genaue Persönlichkeitsprofile erstellen. Natürlich in Kombination mit Ihrer IP-Adresse, Ihrer User-ID und vielen anderen persönlichen Informationen. Tracking-Cookies sorgen dann für den Rest: Welche Seite Sie auch immer besuchen, die passende Werbung ist schon da.

Natürlich können Sie einwenden, dass Sie als mündiger Konsument nicht auf Werbung hereinfallen. Doch das ändert nichts daran, dass Ihr Anbieter, dessen Werbepartner und wahrscheinlich auch Behörden viel mehr über Sie wissen, als nötig wäre. Doch das Bild, das Sie im Internet von sich preisgeben, ist wahrscheinlich extrem verzerrt. Und jede Information bleibt für immer gespeichert. Wer weiß, wofür sie später einmal verwendet wird?

Risiko Gratis E-Mail

Leider mangelt es vielen „kostenlosen“ E-Mail-Anbietern auch an Sicherheit. Konsumentenschützer haben die bekanntesten Dienstleister unter die Lupe genommen und festgestellt, dass in vielen Fällen der Transportweg nicht ausreichend verschlüsselt ist und dass Userdaten (E-Mails, E-Mail-Adressen, Passwörter usw.) unverschlüsselt auf Servern gespeichert werden. Für Behörden und Hacker ist es dann umso leichter, an die begehrten Daten zu kommen. Manche Anbieter lassen sogar zu, dass man unsichere Passwörter wie „12345“ festlegt.

Ihre Privatsphäre geht weit über Ihr Schlafzimmer und Bankkonto hinaus. Wenn Sie Ihnen wirklich etwas bedeutet, sollten Sie also weiterdenken. Machen Sie es sich leicht und schützen Sie sich vor Gratis E-Mail Anbietern. Investieren Sie lieber ein Paar Euro in Ihre Sicherheit und Ihre Privatsphäre.

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